Umbaumaßnahme Haus der Berliner Festspiele

Wandabsorber für die Kino-Nutzung
Wandabsorber für die Kino-Nutzung
Berechnung des Stärkemaßes G
Wandabsorber und Kinoleinwand
Berechnung der Schwerpunktzeit Ts

Leistungen: Raumakustische Beratung und Planung
Kunde: Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB)
Jahr: 2009-2011
Architekt: Eller + Eller Architekten / flasche ocker Architekten

Das im Jahr 1963 eröffnete Haus der Berliner Festspiele (ehemals „Theater der Freien Volksbühne“, Entwurf von Fritz Bornemann) wurde im Zeitraum von 2009 bis 2011 saniert. Im Zuge dieser Sanierung sollten raumakustische Maßnahmen ausgearbeitet werden, um die Hörsamkeit im Zuschauerraum zu verbessern und die raumakustischen Voraussetzungen für Veranstaltungen in Kassenhalle und Rangfoyer zu optimieren.

Für die raumakustischen Analysen wurden umfangreiche Messungen von Raumimpulsantworten im Saal, der Bühne, den Rängen sowie in den Vorräumen (Kassenhalle und Foyer) durchgeführt. Im weiteren Schritt wurden Schallfeldanalysen (Cone-tracing) in der Software TUCT durchgeführt.

Darstellung der Schallausbreitung (Software TUCT )im Saal mit angekoppeltem Bühnenhaus:

In der Kassenhalle und im Rangfoyer wurden Deckenabsorber unter Berücksichtiung der denkmalschützerischen Auflagen gemeinsam mit den Architekten geplant und realisiert.

Reflexionspfade Reflection paths

Reflexionspfade

Im Zuschauerraum wurden Deckenreflektoren sowie seitliche Reflektoren (Brüstungen) neu ausgerichtet, so dass die Schallenergie verstärkt in den mittleren Zuschauerbereich im Parkett gelenkt wird.

Eingehängte Wandabsorber für die Kino-Nutzung Installed wall absorbers (cinema setup)

Eingehängte Wandabsorber für die Kino-Nutzung

Ihm Rahmen der Umbaumaßnahmen wurden ferner geeignete raumakustischen Maßnahem geplant, die eine temporöre Kinonutzung des Saals für die Berlinale ermöglichen. Vor die Wandflächen wurden dabei vollflächig absorbierende Textilien in drapierten Zustand eingehängt.